Break-Even-Rechner – Berechnen Sie Ihren Break-Even-Punkt im Marketing
Was ist der Break-Even-Punkt?
Der Break-Even-Punkt zeigt an, ab wann sich eine Marketinginvestition amortisiert hat – also ab welchem Umsatz oder welcher Absatzmenge die eingesetzten Kosten gedeckt sind. Er ist eine der grundlegendsten Kennzahlen der Budgetplanung, weil er die Frage beantwortet, ob und wann sich eine Kampagne, ein Produkt oder ein Kanal überhaupt rechnet.
Break-Even-Rechner – jetzt berechnen
Beispielrechnung
Fixkosten von 8.000 € Marketingbudget, ein Verkaufspreis von 50 € und variable Kosten von 20 € pro Einheit ergeben einen Deckungsbeitrag von 30 € pro Einheit. Der Break-Even liegt damit bei rund 267 verkauften Einheiten. Erst danach beginnt die Kampagne, Gewinn zu erwirtschaften.
Warum die einfache Formel im Marketing an ihre Grenzen stößt
Die klassische Break-Even-Formel geht von einem linearen Zusammenhang aus: jede zusätzliche Werbeeinheit bringt gleich viele zusätzliche Käufe. In der Praxis stimmt das selten. Marketingwirkung verläuft meist nicht linear, sondern folgt einer Sättigungskurve – die ersten eingesetzten Euro wirken stärker als die letzten, weil Zielgruppen begrenzt sind und sich Streuverluste erhöhen. Zusätzlich wirken Kanäle nicht isoliert: Sichtbarkeit in einem Kanal kann Käufe in einem anderen begünstigen (Halo-Effekt), was den tatsächlichen Break-Even früher erreichen lässt, als eine Einzelkanal-Rechnung zeigt.
Wer mehrere Kanäle gleichzeitig plant, saisonale Schwankungen einbeziehen oder den Break-Even über eine Zeitachse statt als statischen Punkt betrachten möchte, benötigt ein Modell, das Sättigung, Kanalinteraktion und Zeitverlauf mit abbildet.
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Wie senkt man den Break-Even-Punkt?
- Fixkosten reduzieren oder auf mehrere Perioden verteilen
- Deckungsbeitrag pro Einheit erhöhen (Preis oder variable Kosten anpassen)
- Kanäle mit geringeren Streuverlusten priorisieren
- Wirkung mehrerer Kanäle kombinieren statt einzeln zu betrachten
Break-Even vs. ROI vs. Deckungsbeitrag – Unterschiede
| Kennzahl | Frage, die sie beantwortet | Formel |
|---|---|---|
| Break-Even | Ab wann sind Kosten gedeckt? | Fixkosten / (Preis − var. Kosten) |
| Deckungsbeitrag | Was bleibt je Einheit nach variablen Kosten übrig? | Preis − variable Kosten |
| ROI | Wie viel Gewinn je eingesetztem Euro? | (Ertrag − Kosten) / Kosten |
Häufige Fragen zum Break-Even-Punkt
Ist der Break-Even-Punkt eine Zeitangabe oder eine Mengenangabe?
Beides ist möglich. Meist wird er als Menge oder Umsatz berechnet; bei bekannter Verkaufsgeschwindigkeit lässt er sich in einen Zeitpunkt umrechnen.
Was passiert, wenn die variablen Kosten steigen?
Der Deckungsbeitrag pro Einheit sinkt, wodurch mehr Einheiten verkauft werden müssen, um denselben Fixkostenblock zu decken – der Break-Even-Punkt verschiebt sich nach hinten.
Gilt die Formel auch für Dienstleistungen?
Ja, sofern sich Fixkosten und variable Kosten pro verkaufter Leistungseinheit sauber trennen lassen.
Wie unterscheidet sich Break-Even von Amortisation?
Amortisation bezieht sich meist auf eine einmalige Investition (z. B. Anschaffungskosten), Break-Even auf laufende Kosten-Ertrags-Verhältnisse.
Kann der Break-Even-Punkt sinken, ohne dass Preise oder Kosten sich ändern?
Ja, wenn sich die Wirkung des Marketings verbessert – etwa durch bessere Zielgruppenauswahl oder Kanalkombination, die dieselbe Investition wirksamer macht.